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Von Sturm und Drang

(nicht so ernst gemeint)

Geht man so über den Parkplatz am Elbsee sieht man schon mal einige Taucher hektisch hin und her laufen. Das hat mehrere Gründe, aber der Reihe nach!

Weiß man doch als erfahrener Taucher dass durch die Kälte die Nierenfunktion und damit der Harndrang angeregt wird. „Geh noch mal zur Toilette“ oder „Geh pullern“ hört man es über den Platz rufen. „Ich muß doch gar nicht“ schallt es zurück, meistens folgt ein „Ich geh ja schon“ Gesagt, getan und schon ist man zum Tauchgang bereit. Da es bei erfahrenen Tauchern sein kann das ein Tauchgang auch mal mehr als eine Stunde dauern kann spielen sich unter Wasser regelrechte Dramen ab.

Taucher(innen) mit verschränkten Beinen wurden gesichtet genauso wie die sichtlich Entspannten. Die mit den X-Beinen beginnen sobald sie dem Wasser entstiegen sind mit dem Sturm auf die Latrine (Anmerkung: Hat keinerlei revolutionäre Auswirkungen wie der etwas gleichklingende Sturm vor ca. 230 Jahren!) Mit den Worten „Ich muss…“ verschafft man sich Platz und hofft in brünstig dass das stille Örtchen nicht besetzt ist.

Aber die Entspannten, wie machen die das? Auf Nachfrage bekommt man viele Antworten. Über „Ich halte das schon aus“ oder „Ich schalte die Taucherheizung ein..“ sind keine Grenzen gesetzt.

Mehrere Taucher benutzen Windeln und entsorgen sie einfach hinterher. Neueste Kreation ist ein im Trocki eingebauter, ähnlich aussehend wie ein kleiner Wasserhahn zum Ablassen der überflüssigen Flüssigkeiten. Innen trägt man einen hygienisch sauberen sehr innovativen Beutel, der beim Gehen stört, aber wenn er gefüllt ist durch das besagte Kränchen entleert wird. Sehr praktisch wie mir scheint. Und was sagen die anwesenden Tiere im Wasser dazu?

Kopfschütteln ist da angesagt, und man stellt sich vor eines Tages ist man zu Gast in des Tauchers Wohnzimmer und man dreht das Kränchen…. Ach, lassen wir das.

Das war es, bis zum nächsten Mal

Euer Nemo


Elbseegeblubber

Es war im Dezember 2010. Es war einer dieser knackig kalten Tage, die es im letzten Dezember so gab. Es hatte mehrere Tage geschneit und der Schnee war liegen geblieben. Das ist ja in Düsseldorf äußerst selten. Unser Garten zu Hause glich einer Winterwunderwelt, die man nur selten sieht. Der eine mag das, der andere stöhnt erbittert, dass so etwas einfach nicht in eine Großstadt gehört. Wir lieben es. Ich hatte gehört, dass der Unterbacher See schon ein gutes Stück zugefroren war. Da es auch ein Sonntag war, der Tag, an dem wir eigentlich meistens zum Tauchen verabredet sind, zog es uns fast magisch an den See. Vielleicht war ja der Elbsee auch schon etwas zugefroren und man konnte Eistaucher sehen. Ins Wasser wollten wir nicht. Wir gehören zwar zu den Tauchern, die man fast das ganze Jahr über im See sieht, aber das war uns dann doch zu ungemütlich. Also mummelten wir uns schön ein und es ging los.

Elbsee Zufahrt tief verschneit
Elbsee13.jpg

Die Zufahrt zum See war tief verschneit und die Bäume am Wegesrand bogen sich unter ihrer schweren Schneelast. Das Tor hatte jemand geöffnet, was bei den Schneebergen sicher nicht so einfach war. Tatsächlich und damit hatten wir eigentlich gar nicht gerechnet, gab es zwei Taucher im Wasser. Eis war keines auf dem See. Wir machten einige Fotos von der verschneiten Landschaft und wollten eigentlich schon wieder weiter fahren, als erneut ein Auto heran fuhr. Die Autotür öffnete sich und heraus sprang ein gut gelaunter Taucher, offensichtlich so ein Hardcore Exemplar, das vor keinem Wetter zurück schreckt. Dann musste ich erst einmal richtig lachen. Er war komplett mit seinem Tauchanzug, einem Halbtrockenen bekleidet. Es fehlte eigentlich nur noch die Flasche auf dem Rücken und die Maske im Gesicht. Auch er musste dann lachen. „Ich wohne hier in der Nähe und dann habe ich mich schon zu Hause fertig angezogen. Dann friere ich hier nicht so,“ teilte er uns mit. Auf die Frage, ob es denn im Halbtrockenen nicht inzwischen zu kalt sei, war er sehr erstaunt. Er antwortete: „Das Wasser hat doch zwischen 4 und 7 Grad. Das ist doch in Ordnung so.“ Ich wollte dann natürlich wissen, ob er so auch wieder nach Hause fährt. Das hatte der Taucher allerdings nicht vor. Er hatte schon eine Tasche mit Wechselgarderobe dabei.

Das war wieder so eines der kleinen netten Erlebnisse, die man am Elbsee so immer wieder mal hat. Im Tauchanzug zum See fahren ist vielleicht gar nicht so ungewöhnlich. Ich kann mich an eine Freundin mit 18-jährigem Sohn erinnern, die, weil sie abgelegen wohnte, am Wochenende des öfteren mitten in der Nacht von ihrem Sohn per Telefon aus dem Bett geklingelt wurde und im Nachthemd und Bademantel bekleidet, ihren Sprössling mit dem Auto aus der Altstadt abgeholt hat. Schon witzig, wenn man sich vorstellt, was so in manchen Autos sitzen mag. In diesem Sinne

Eure Nessie

Diese Seite wurde zuletzt am 17. Mai 2011 um 19:55 Uhr geändert.Diese Seite wurde bisher 7.332-mal abgerufen.