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Der Elbsee in der Presse

Sport und Naturschutz am Elbsee

von D.Krakat | Düsseldorf | 243 mal gelesen - Opinio - Politik & Gesellschaft | Deutschland | Lokales | 06.04.11 | 16:02 Uhr


Was wird aus dem Elbsee? Verkommt er zu einem Freizeitpark? Oder bleibt der See als Naturschutzgebiet den Erholungsuchenden erhalte?

In einem so hoch industriealisiertem Land, wie der Bundesrepublik Deutschland und dem besonders dicht besiedeltem Bundesland Nordrhein Westfalen sollte, und muß, der Naturschutz besondere Berücksichtigung finden. Auch wenn dafür Kompromisse eingegangen werden. Am Elbsee, im Süden von Düsseldorf, streiten sich die Interessensgruppen schon seit langem über die Nutzung des Sees. Einerseits sind die mittlerweile ansässigen Sportvereine an ihren sportlichen Aktivitäten auf dem See interessiert. Andererseits soll auch die Natur erhalten und geschützt werden. Beides schließt sich nicht aus. Kann man doch davon ausgehen, daß die Mitglieder des Tauch-, Segel-, Surf-, und Kanuvereins in dieser Natur, ihren Sport lieber in einer natürlichen Umgebung ausüben, als in einer künstlichen. Für den Elbsee scheint aber der Konflikt der Interessen besondere Blüten zu treiben. Um die Sportler und von den beheimateten oder den durchreisenden Vögeln in klarer Abrenzung zu trennen, wurde eine teure Balkenkette aus Kunststoff installiert, die bei länger anhaltendem Wind und damit einhergehendem Wellengang Ermüdungserscheinungen zeigt und denn zerreißt. Diese vormals festgezogene Grenze wird jetzt eine variable Grenze, so wie es in der Nutur üblich ist, und ein Spielball der Wellen und des Windes. Treibt mal hierhin, mal dorthin. Dies tritt vielleicht zweimal pro Jahr ein, womit die Herstellerfirma ab und an mal wieder an einen Auftrag zur Reparatur dieser Balkenkette kommt. Vielleicht würden ja auch billigere Bojen ausreichen, aber man hat’s ja, und der Steuerzahler zahlt. Auch die Abgrenzung am Ostufer mit einem Zaun, um die Sonnenanbeter und Schwimmer vom See fern zu halten war sicher nicht billig. Was er nutzt wird sich im laufe des nächsten Sommers zeigen. Auch die, lt. einem Artikel in der Rheinische Post vom 5.April, geplante „1000 Meter langeTrainingsstrecke für Kanuten“ am Nordufer des Sees, ist hoffentlich ein nachträglicher Aprilscherz. Wer soll denn diese nutzen? Weder gibt es einen ansässigen Verein für den Kanu-Rennsport, noch einen Ruderverein. Oder sollen die erst noch kommen, damit der See noch stärker von Sportlern frequentiert wird? Es wird der zu schützenden Natur sicher nicht helfen, auch wenn diese Kanu-Trainingsstrecke 100 Meter entfernt vom Ufer geplant ist. Und wie kommen die Sportler an diese Strecke heran? Vom Nordufer über die Autobahn? Es gibt auch keinen Weg dorthin der für Fahrzeuge ohne besondere Genehmigung befahren werden darf. Weiterhin heißt es in dem genannten Artikel der Rheinischen Post, daß die Sportler nur mit einem Motorboot mit Elektomotor begleitet werden dürfen und Anweisungen über Funk erlauft sein soll. Wieso sollen denn Motorboote, auch wenn diese einen Elektroantrieb haben überhaupt auf dem Elbsee zugelassen werden? Schon jetzt ist es durch beengte Verhältnisse kaum möglich Slalomstangen für den Kanu-Club Hilden aufzuhängen, damit dieser Verein für seine Slalom-Sportler einen Übungs-Pacour hat. Die in der Anfangszeit weit entfernt vom Bootshaus aufgebaute Slalomstrecke wurde von den sogenannten „Wildbadern“ zerstört. Schon lange ist auch ein Wellness-Center am Elbsee geplant. Es ist nur zu hoffen, daß alle weiterhin geplanten Projekte am Elbsee nicht mehr weiter verfolgt werden, damit dieses Naturschutzgebiet nicht weiter belastet wird.

Sport und Naturschutz am Elbsee

Von Michael Brockerhoff; Rheinische Post Nr. 80 vom 05.04.2011; Ressort: MET

Der Landschaftsbeirat stimmte einer Planung für die Nutzung des Gewässers zu, die ein Kompromiss zwischen den Interessen der Sportler und der Naturschützer ist. Kernpunkt ist eine größere Entfernung einer Kanu-Trainingsstrecke vom Ufer. Wege für Spaziergänger sind angelegt.

Kanuten, Segler und Taucher können auf dem Elbsee trainieren, ohne dass der Naturschutz zu sehr beeinträchtigt wird und seltene Wasservögel vergrault werden. Zu diesem Ergebnis kommt das Konzept der Stadtverwaltung, das sie in Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden, Landschaftsbehörden und Sportvereinen erarbeitet hat. Der Landschaftsbeirat stimmte gestern der Planung mit einer Mehrheit von zehn Stimmen zu. Nur die vier Vertreter des Naturschutzbundes (Nabu) und Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (Bund) enthielten sich der Stimme.

"Durch die vorgesehene Trainingsstrecke für Kanuten wird eine Entwicklung der Naturschutzgebiete verhindert, das ist nicht im Sinne der Gesetze", erklärte Günther Steinert, Vorsitzender des Düsseldorfer Nabu, die Haltung der Vereine. Es sei aber anzuerkennen, dass die Verwaltung auf die Bedenken der Naturschützer eingegangen sei und die Pläne in deren Sinne verbessert habe. "Wir wollen der Gestaltung des Elbsees daher nicht im Wege stehen", sagte Steinert.

Der Kern des Kompromisses: Die 1000 Meter lange Trainingsstrecke für Kanuten, die nur am Nordufer des Elbsees mit den wertvollen Rückzugsgebieten für seltene Wasservögel angelegt werden kann, wird statt 75 künftig 100 Meter weit vom Ufer entfernt verlaufen. "Die größere Distanz entspricht dem Artenschutz", erklärte Norbert Richarz, beim Gartenamt für den Naturschutz zuständig. "Seltene und scheue Vögel wie die Wasserralle, der Teichrohrsänger, Kiebitz oder Flussregenpfeifer hätten bei diesem Abstand eine ausreichende Fluchtdistanz."

Die Trainingsstrecke darf nur in den Sommermonaten genutzt werden, um die Winterquartiere der Vögel nicht zu beeinträchtigen. Zudem dürfen die Trainer nur über Funk Anweisungen für die Sportler geben und nur von einem leisen Elektroboot vom See aus.

Auch der Kanuclub Hilden, der bisher schon am Elbsee beheimatet ist, darf im Sommer auf dem nördlichen Elbsee trainieren. "Die Übungsstrecken für Anfänger werden jedoch auf dem südlichen See eingerichtet, dessen Ufer unter Naturschutz-Gesichtspunkten weniger wertvoll sind.

Das Westufer des Elbsees mit dem Dreiecksweiher sowie den beiden Inseln bleibt - so Richarz - dem Naturschutz vorbehalten. Vereinsmitglieder können dort segeln, surfen oder rudern - allerdings in gebührender Entfernung zum Ufer. Eine Balkenkette markiert die Grenze. Auch Angler und Taucher können am und im Elbsee wie bisher ihren Sport ausüben, sieht die Konzeption vor.

Die Natur können auch Spaziergänger genießen. Aber rücksichtslose Ausflügler, die in der Vergangenheit an den geschützten Ufern lagerten und grillten, sollen ferngehalten werden, erklärte Richarz. Deshalb sind bereits abgegrenzte Wege angelegt worden, die teils direkt, teils weiter entfernt vom Ufer, verlaufen. Denn die Tiere sollen nicht gestört werden. Vorgesehen ist auch ein Aussichtspunkt mit Blick auf den See, damit Spaziergänger die Wasservögel beobachten können.


Elbsee-Therme: Stadt Hilden hat Anregungen gemacht

Rheinische Post Nr. vom 15.03.2011; Ressort: L Lokales

Hilden (cis) Die Stadt Düsseldorf plant am Elbsee eine Wellness-Oase. Die Pläne liegen bis Donnerstag öffentlich aus. Die Stadt Hilden habe zu dem Vorhaben eine Reihe von Anregungen gemacht, denen Düsseldorf gefolgt sei, berichtete Stadtplaner Lutz Groll im Stadtentwicklungsausschuss. Der Parkplatz am Schalbruch soll entsprechend umgebaut werden. Die Therme soll maximal zwei Geschosse haben. Die Gäste der Anlage dürfen nicht im Elbsee schwimmen. Nicht akzeptiert worden sei der Wunsch, die Therme nur bis 22 Uhr zu nutzen. Das Wassersportzentrum Elbsee wird nicht in den Bebauungsplan eingetragen. Düsseldorf will nicht zusagen, keinen Zusammenhang zwischen dem Bebauungsplan und dem Nutzungskonzept für den Elbsee herzustellen. Die Zufahrt wird nicht per Ampel geregelt.

5426722, RP, 15.03.2011, Words: 121 D-HI Rheinische Post Hilden


Naturschutzgebiet Elbsee bekommt Benjeshecke

von Nathalie Miebach; Rheinische Post Nr. vom 28.02.2011; Ressort: L Lokales

von Nathalie Miebach

Manfred Krick vom Gartenbauamt wirft einen Blick auf das Nordufer des Elbsees. Seit zehn Uhr schon beaufsichtigt er das Projekt Benjeshecke im Landschaftsschutzgebiet Elbsee. Rund 40 Freiwillige aus Naturschutzverbänden und den lokalen Sportvereinen waren dafür am Samstag zusammen gekommen, um am Ufer des Sees lose Äste und Zweige von Eichen, Buchen und Erlen zu einer natürlichen Barriere aufhäufen. Krick ist zufrieden: "Nach nur drei Stunden sind wir fast fertig." Seit August 2010 ist das Nordufer des Elbsees Naturschutzgebiet. Nun soll mit der Hecke am Rand des Gewässers dem Verbot, den See und das umliegende Gebiet zu betreten, Nachdruck verliehen werden. Seinen Namen hat das Buschwerk, das nicht gepflanzt wird, sondern aus einer Ablagerung von dünnen Ästen und Zweigen von Baumkronen besteht, von Landschaftsgärtner Hermann Benjes. Im Gegensatz zu Pflanzungen, wird diese erst nach ihrer Errichtung lebendig: "In einigen Monaten werden die Äste mit Brombeeren und anderen Pflanzen durchwachsen sein und eine natürliche Hecke bilden", erklärt Krick. Neben ihrer Barrierefunktion wird sie dann Vogelarten wie der Löffelente oder dem Teichrohrsänger Raum zum Nisten bieten.

"Der Vorteil der Hecke ist, dass sie schnell steht und günstig ist", sagt Günther Steinert vom Naturschutzbund Deutschland, der seit Stunden mit anpackt. "Und sie macht der Bevölkerung klar, dass es sich hierbei um ein ökologisch wertvolles Gebiet handelt." Den Beschluss, dass der Elbsee von den umliegenden Sportvereinen genutzt werden kann, sieht er kritisch entgegen: "Die wassersportlichen Aktivitäten dürfen die Tiere nicht stören." Besonders die geplante Wellnessoase am Ostufer des Sees empfindet er als unpassend.

Helferin Britta Sawukaytis vom Kanu-Club Hilden wünscht sich Frieden zwischen den Interessengruppen und einen sensiblen Umgang mit dem Naturschutzgebiet: "Es ist schade, dass es erst eines Hindernisses bedarf, damit die Leute begreifen, dass sie auf ihre Umwelt achten müssen."

5396684, RP, 28.02.2011, Words: 309 DSSD Rheinische Post Düsseldorf


Gemeiner Wasserfloh hat mehr Gene als der Mensch

Rheinische Post Nr. 29 vom 04.02.2011; Ressort: HEU Gesellschaft

Berlin (dapd) Winzig klein und doch ungeheuer komplex: Der Wasserfloh hat im Tierreich die meisten Gene. Das Genom des nur wenige Millimeter kleinen Süßwasserkrebses, den Aquarienbesitzer als Fischfutter schätzen, enthält mindestens rund 31 000 Erbfaktoren, wie ein internationales Forscherteam im Magazin "Science" berichtet. Zum Vergleich: Das Erbgut des Menschen umfasst nur 23 000 Gene. 36 Prozent der bei dem Daphnia pulex entdeckten Erbanlagen sind von keinem anderen Organismus bekannt.


Elbsee ist jetzt Naturschutzgebiet 

von JENNIFER KOCH - zuletzt aktualisiert: 20.08.2010 - 07:34 (www.RP-Online.de)

Düsseldorf (RP) Die Stadt hatte mit ihren Bemühungen um mehr Naturschutz am Elbsee Erfolg: Der nördliche Teil des Sees wurde jetzt nach dem Landschaftsgesetz NRW als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Damit ist das rund 80 Hektar große Gebiet das zwölfte Naturschutzgebiet in Düsseldorf.

Bisher handelte es sich nur beim Westufer des Sees um ein Naturschutzgebiet, an den übrigen Ufern galt der Landschaftschutz. Konkret heißt die neue Einordnung: Die Flächen abseits der Wege dürfen nicht mehr betreten werden, ebenso die Inseln. Das Baden und Schwimmen war ohnehin bereits im Landschaftschutzgebiet verboten, außerdem das Nutzen von Booten, Surfbrettern oder ähnlichen Schwimmhilfen. Ausnahmeregelungen gelten für die am Elbsee beheimateten Wassersportler.

Kein Camping, keine Musik

Verboten ist außerdem das Führen von Hunden ohne Leine, Campen und das Betreiben von Modelbooten und -fluggeräten. Außerdem sollten Besucher keinen Lärm machen und keine laute Musik hören. Der Ordnungs- und Servicedienst wird in den kommenden Wochen am Elbsee kontrollieren, ob die Bestimmungen eingehalten werden. Dabei soll aber zunächst die Information über den neuen Status Schwerpunkt sein. Vor allem am kommenden Wochenende rechnet der OSD mit zahlreichen Besuchern am Elbsee.

An dem See leben seltene Wasservögel, unter anderem die Wasserralle, der Flussregenpfeifer und der Kiebitz. Im Winter sind weitere seltene Tiere zu Gast, dann kommen Fischadler, Rallenreiher und Trauerseeschwalbe zum Überwintern. Dem Schutz dieser Tiere komme eine zentrale Bedeutung zu, erklärt die Stadt.



Jetzt geht die Natur vor

von Dieter Schneider - zuletzt aktualisiert: 19.08.2010 (NRZ   www.derwesten.de)

Jetzt steht auch der nördliche Teil des Elbsees unter Naturschutz. Damit hat die Landschaftsschutzbehörde der Stadt der Tatsache Rechnung getragen, dass sich hier oft seltene Wasservögel sammeln.

Auf Anraten des Landesumweltamtes ist die Grenze noch weitere hundert Meter gen Süden gezogen worden, weil manche Vogelarten bis zu 300 Meter „Fluchtdistanz“ zum Menschen benötigen.

Gleichwohl will die Untere Landschaftsbehörde im neu ernannten Naturschutzgebiet Vereinssport zulassen. Dort existieren eine Ruderregattastrecke und eine Slalomstrecke für Kanuten, die im Sommer begrenzt zur Verfügung bleiben. „Das verträgt sich mit den Naturschutzgesetzen“, hatte Norbert Richarz, Vizechef des Gartenamtes, bei der Konzipierung eines bisher einzigartigen Schutz- und Nutz-Planes gesagt. Auch Angelstege gibt es am Nordufer.

Was verboten ist

Aber mit dem Grillen ist dort Schluss, und zwar ab sofort.

Nimmt man das neue Naturschutzgebiet und das alte am Ostufer, das „Dreiecksweiher“ heißt und auch den angrenzenden Wald umfasst, zusammen, sind gut drei Viertel des Sees jetzt geschützt. Darin liegen auch zwei Vogelinseln, die nicht mehr betreten werden dürfen.

Zu den insgesamt zehn Verbotsregeln im Naturschutz gehört außerdem: Nicht baden, schwimmen, tauchen, bootfahren! Keine Hunde frei laufen lassen! Keine Modellboote rumsausen lassen! Auf den Wegen bleiben! Und: Unnötigen Lärm vermeiden - „das“ Problem bei nächtlichen Sommerpartys schlechthin.

Doch der Elbsee bleibt auch weiterhin direkt zugänglich: Im beliebten Ostteil, der vom Parkplatz direkt erreichbar ist, wo ein Stück Infrastruktur geschaffen wurde und auch Boote liegen. Diese öffentliche See-Viertel ist im Wasser durch Balkenketten zu den ruhigeren Naturschutzzonen getrennt. Zum Dreiecksweiher im Westen hat sich dieser Kompromiss schon jahrzehntelang bewährt. Dort steht auch ein Aussichtsturm, von dem sich das schöne Fleckchen Natur - trotz benachbarter A46 - gut genießen lässt.

OSD geht auf Streife

Das neue mit Verboten belegte Stück Wasser und Uferzone ist rund 80 Hektar groß. Betrachtet man, was zumindest die Beamten tun, den Dreiecksweiher nebenan als eigenständiges Naturschutzgebiet, ist der Elbsee die zwölfte geschützte Fläche der Stadt Düsseldorf. Sie gilt nach der Gesetzeslage als sichergestelt für zunächst zwei Jahre. In diesem Zeitraum sollte sie in den Landschaftsplan offiziell eingetragen werden.

Wen es am Wochenende an den Elbsee zieht, sollte den neuen Naturschutz schon verinnerlicht haben: Der Ordnungsdienst der Stadt (OSD) geht Streife. Aber nicht Knöllchen stehen bei den Uniformierten im Vordergrund, sondern Information und Aufklärung über den Respekt vor Tier und Natur.



Hilden: Erholung - Der Elbsee ist Hildens Adria

Anwohner der Elb finden tagsüber keinen Parkplatz und abends keine Nachtruhe.


Hilden. Was gibt es Schöneres, als sich bei tropischen Temperaturen ins kühle Nass zu stürzen? Das sagen sich jeden Tag hunderte Badegäste, die den Elbsee und seine Ufer bevölkern. Obwohl das Baden dort im Landschaftsschutzgebiet verboten ist, pilgern scharenweise Familien herbei.

Plantschende Teenies und sich in der Sonne aalende Eltern sorgen für Verhältnisse wie an der Adria. Selbst von den überall aufgestellten Verbotsschildern lässt sich niemand abhalten. Obendrein quellen die Wanderparkplätze über, so dass sich der Verkehr längst in die angrenzenden Wohngebiete verlagert hat.

Düsseldorf und Hilden teilen sich die Zuständigkeit - auf dem Papier

Da sich die Städte Düsseldorf und Hilden den See teilen, ist das so eine Sache mit den Zuständigkeiten. So gehört der See mit seinen Ufern zu Düsseldorf, während Hilden für die Zufahrten zuständig ist.

Es existieren aber Zusagen der Verantwortlichen aus beiden Rathäusern, "ordnungsrechtliche Maßnahmen" in ihren jeweiligen Beritten treffen zu wollen. "Trotzdem hapert es augenscheinlich mit der Kooperation", findet die SPD-Ratsfraktion und hat im Stadtentwicklungsausschuss eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung gerichtet.

"Derzeit stellt sich die Situation vor Ort mindestens so belastend dar wie im vergangenen Jahr", beklagt SPD-Ratsherr Manfred Böhm. "An den vergangenen Tagen, insbesondere am Wochenende, entstanden durchgängig Verkehrsbehinderungen durch rücksichtslos abgestellte Fahrzeuge im Bereich der vorderen Elb als und im Wendeplatz Elb/Breidenbruch."

Hinzu komme, dass neuerdings Motorrad- und Motorrollerfahrer auf dem Beidenbruch bis zum beschädigten Teil der Umzäunung fahren und damit die Zweiräder "nun sogar innerhalb des Landschaftsschutzgebietes abgestellt werden". Ordnungsrechtliche Maßnahmen, kritisiert Böhm, seien "zu den relevanten Zeiträumen" nicht feststellbar gewesen.

Badegäste feiern bis in den Morgen und fahren dann lautstark davon

Dass sich die SPD dem Thema erneut annimmt, erfreut vor allem die Anwohner. Die beklagen sogar den Verlust ihrer Nachtruhe durch grölende Badegäste: "Sie feiern dort bis in die Morgenstunden und brausen dann mit ihren Autos lautstark davon." Vom Müll, den sie zurücklassen, ganz zu schweigen.

Bürgermeister Horst Thiele weiß um die Probleme. "Das Ganze ist nicht neu", sagt er. "Und im Rahmen unserer Möglichkeiten kontrollieren wir das Gelände auch regelmäßig." Allerdings müsse er zugeben, dass sich die Situation gerade in den vergangenen heißen Wochen zugespitzt habe.

Eine Maßnahme, die jetzt sofort in Angriff genommen wird, und von der sich Thiele einiges verspricht, ist ein zweiter Zaun um die Elbhalbinsel. "Dann haben wir einen Zaun um den Zaun. Da sollte man meinen, dass das wirkt. Schließlich müssten dann zwei Zäune überwunden werden." Außerdem werde der Zaun verlängert und den kompletten Breidenbruch herunterreichen.